Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim
19. September 2010
bis 20. Februar 2011
Ausstellung der Länder
Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz
und Hessen
Papst Honorius III. fordert König Ludwig von Frankreich auf, mit dem König Heinrich von England Frieden zu schließen oder wenigstens den Waffenstillstand auf vier Jahre zu verlängern, damit während des Kreuzzugs des Kaisers die Ruhe des Abendlandes nicht gestört werde.
Friedrich Barbarossa bespricht sich am Ufer des Mains mit den Bischöfen Gebhard von Würzburg und Eberhard von Bamberg über die Neuordnung des Reichs, nachdem Konrad III. wenige Tage zuvor verstorben ist.
Der kürzlich verstorbene König Konrad III. wird entgegen dem Wunsch seiner Angehörigen, ihn nämlich im staufischen Hauskloster Lorch (westlich von Schwäbisch Gmünd) zu bestatten, im Bamberger Dom feierlich beigesetzt.
Friedrich II. erneuert und bestätigt auf einem feierlichen Hoftag dem Hochmeister des Deutschen Ordens, Hermann von Salza, und dessen Brüdern alle Schenkungen und Privilegien, die sie im Königreich Sizilien erhalten haben, insbesondere das Hospital St. Thomas zu Barletta (Apulien).
Heinrich Raspe, Landgraf von Thüringen und (Gegen-)König gegen Friedrich II. und Konrad IV., stirbt auf der Wartburg (bei Eisenach in Thüringen).
König Konrad III. stirbt – schon längere Zeit krank – in Bamberg, ohne in Rom die Kaiserkrone erlangt zu haben.
Friedrich Barbarossa hält in Nürnberg einen Hoftag ab, auf dem sich der vorgeladene Erzbischof Konrad von Salzburg gegen den Vorwurf verteidigen muss, sein Bistum unrechtmäßig zu besitzen. Auf dem Hoftag wird ferner die Finanzierung für den neuen Italienzug beschlossen.
Kaiser Friedrich Barbarossa wird zusammen mit seinem Sohn in Genua, wo seine Gemahlin Beatrix bereits einen Tag früher eingetroffen ist, von der städtischen Bevölkerung mit großen Ehren empfangen. Es werden Musikinstrumente gespielt und Geschenke überreicht.
König Heinrich (VII.) stirbt – in Gefangenschaft – in Martirano (heute: Region Kalabrien, Provinz Catanzaro) beim Sturz vom Pferd (Selbstmord?). Der Staufer liegt im Dom von Cosenza begraben.
Papst Honorius III. ermahnt König Friedrich II. und alle, die mit ihm zusammen das Kreuz aufgenommen haben, wiederholt zum Antritt des Kreuzzugs. Das geistliche Oberhaupt droht ihnen mit der Exkommunikation, wenn sie nicht bald die Reise antreten.
Friedrich Barbarossa belehnt den ihm treu ergebenen Bischof Albert von Trient und dessen Nachfolger mit der Burg und Grafschaft Garda und verbietet jegliche Veräußerung dieses Lehens.
Kaiser Friedrich Barbarossa nimmt die Bewohner von Maderno (heute: Toscolano-Maderno) im Gebiet von Brescia in seinen Schutz auf, verleiht ihnen für den gesamten Gardasee freie Jagd sowie freien Fisch- und Vogelfang und befreit sie von öffentlichen Abgaben.
Weil Herzog Welf VI. die Burg Flochberg (Bopfingen, in der Nähe der Stadt Nördlingen, Bayern) angreift, eilt Heinrich (VI.) – der älteste Sohn König Konrads III. – mit einem Heer herbei. Die Staufer besiegen die Welfen in der sog. Schlacht bei Flochberg. 300 Reiter werden gefangen genommen und nur wenige, darunter der Herzog selbst, können sich im Schutz der Dunkelheit retten.
Papst Innozenz IV. ermahnt und beschwört die Bürger von Cremona (Lombardei), in den Schoß der Kirche zurückzukehren und mit ihren Nachbarn und Landsleuten Frieden zu schließen.
Kaiser Friedrich Barbarossa investiert Graf Saurus von Verona mit der Grafschaft von Verona und allen dazugehörigen Rechten.
Friedrich Barbarossa eröffnet die von ihm nach Pavia (zur Klärung der schismatischen Papstwahl) einberufene Kirchenversammlung, an der ungefähr 50 Erzbischöfe und Bischöfe sowie zahlreiche Äbte und Pröpste teilnehmen.
Kaiser Heinrich VI. fordert den König von Frankreich (Philipp II. August) auf, alle Burgen, Städte, Befestigungen, Dörfer und Güter sowie alles übrige, was er während der Gefangenschaft des Königs von England in Besitz genommen habe, diesem (Richard Löwenherz) zurückzuerstatten.
Friedrich Barbarossa unterstellt – mit Zustimmung des Abtes Boleslaus und der Mönche – die Abtei Niederaltaich der Herrschaft des Bamberger Bischofs (wegen der Verdienste der Bamberger Kirche um das Reich).
Konrad III. beschließt, durch eine Mondfinsternis erschreckt, als Kreuzfahrer nach Jerusalem zu ziehen, wodurch er bei vielen Zeitgenossen Sympathien gewinnt.
Die Gefangenschaft von Richard Löwenherz (König von England) endet, nachdem er Kaiser Heinrich VI. den Lehnseid geschworen hat.
Friedrich Barbarossa verlässt unter großen Ehrenbezeugungen Pisa, nachdem er am 26. Januar durch die Porta Calcesana in die Stadt eingezogen war. Während seines Aufenthaltes hat er den Pisanern alle älteren Privilegien bestätigt.
Nach der Eroberung von Crema kehrt Friedrich Barbarossa mit seinem Heer nach Lodi zurück. Ein Teil der Truppen vollendet das Zerstörungswerk an der lombardischen Stadt.
Konrad III. erlässt dem in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Kloster Lorsch – auf Bitten des Abtes Folknand und der Mönche – den „Königsdienst“ von jährlich 100 Pfund und empfängt vom Kloster stattdessen die Höfe Oppenheim, Gingen und Wieblingen.
Friedrich Barbarossa lässt die Einwohner der Stadt Crema (etwa 20.000 Personen) gemäß den zuvor ausgehandelten Kapitulationsbedingungen abziehen und gibt die eroberte Stadt der Zerstörung frei. Der Kaiser verweilt insgesamt fünf Tage vor Crema (27. – 31. Januar).
Papst Innozenz III. fordert die Erzbischöfe, Bischöfe, Grafen, Barone und alle Getreuen im Königreiche Sizilien auf, ihren König Friedrich in jeder Weise zu unterstützen; er erklärt, dass er sich selbst zur Verteidigung der Rechte des Königs verpflichtet fühle.
Heinrich VI. heiratet in Mailand Konstanze, die Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien. Im Anschluss werden sie zu König und Königin von Italien gekrönt, wobei Friedrich Barbarossa seinen Sohn zum „Caesar“ erhebt.
Friedrich Barbarossa zieht durch die Porta Calcesana in die Stadt Pisa (Toskana) ein, wobei ihn die Bevölkerung auf höchst ehrenvolle Art und Weise empfängt. Als Dank für die Aufnahme und den siebentägigen Aufenthalt bestätigt er den Pisanern alle älteren Privilegien. Am 1. Februar verlässt er schließlich unter großen Ehrenbezeugungen die Stadt.
Kaiser Friedrich Barbarossa nimmt auf Bitten des Patriarchen die Kirche von Aquileia (heute: Friaul-Julisch Venetien, im Nordosten Italiens) in seinen Schutz auf und bestätigt ihr alle Rechte und Besitzungen, u.a. die Grafschaft Friaul mit sämtlichen dazugehörenden Rechten.
Kaiser Friedrich Barbarossa nimmt das Augustiner-Chorfrauenstift St. Peter bei Kreuznach (heute: Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz) in seinen Schutz auf und unterstellt es seinem persönlichen Machtbereich.
Friedrich Barbarossa setzt die Friedensbedingungen für die zur Kapitulation bereiten Einwohner von Crema (Lombardei) endgültig fest: Danach müssen sie ihre Stadt übergeben und dürfen unter Mitnahme ihres Hab und Guts mit Frauen und Kindern frei abziehen.
Friedrich Barbarossa bestätigt dem Prämonstratenserstift Rot die ihm seit seiner Gründung zustehende Freiheit von jeglicher Vogteigewalt und allen damit verbundenen Abgaben sowie die Unterstellung unter den kaiserlichen Schutz.
Friedrich Barbarossa lässt seine Truppen zum Generalangriff gegen das belagerte Crema (Lombardei) antreten: Pfalzgraf Konrad bei Rhein zeichnet sich mit seinen Rittern besonders aus und auch Pfalzgraf Otto von Wittelsbach beweist große Tapferkeit. Der Kaiser selbst, ein ausgezeichneter Bogenschütze, tötet mehrere Gegner. Schließlich kann die vordere Mauer der Befestigung eingenommen werden.
Heinrich VI. schreibt dem Erzbischof von Rouen (Nordfrankreich), dass er durch die Gnade Gottes das ganze Königreich Sizilien und Apulien in Frieden besitze; er teilt ihm mit, dass ihm seine Gemahlin einen Sohn geboren habe, und ersucht den Erzbischof, ihm Nachricht über seine und seines Landes Lage zu geben.
König Heinrich VI. nimmt die von seinem Vater, Kaiser Friedrich Barbarossa, gegründete Stadt Lodi in seinen Schutz auf, bestätigt ihr (1) den Besitz aller Wasserläufe im Bistum Lodi, (2) das Recht, über diese Wasserläufe Brücken zu schlagen, (3) das ausschließliche Recht, einen Hafen zu besitzen, und verbietet jedem, gegen den Willen der Stadt im Bistum Lodi Befestigungen zu errichten.
Friedrich Barbarossa wird beim Betreten der Stadt Turin mit Hymnen und geistlichen Gesängen empfangen und erhält dabei Heiligen-Reliquien.
Friedrich Barbarossa belehnt den an seinen Hof gekommenen Bischof Arducius von Genf mit dem Zepter, ernennt ihn zum Reichsfürsten (Fürstbischof) und bestätigt ihm den Besitzstand seiner Kirche.
Hugo von Ostia und Leo von S. Croce werden vom Papst als Legaten bei Otto IV. und den Reichsfürsten eingesetzt und beglaubigt und erhalten verschiedene Aufträge.
Friedrich Barbarossa bestätigt dem Zisterzienserkloster Santa Maria di Staffarda (heute: Region Piemont, zwischen Cavour und Saluzzo gelegen) auf Bitten des an den Hof gekommenen Abtes Wilhelm die Besitzungen und Rechte. Da die Mönche von der Arbeit ihrer Hände leben, verzichtet der Kaiser auf die dem Reich zustehenden Rechte.
Kaiser Heinrich VI. bestätigt der Kapelle des kaiserlichen Palastes zu Palermo alle Privilegien und befiehlt, dass den Kanonikern der Kapelle ihr Unterhalt aus den Einkünften der Mühlen zu Palermo gezahlt werden soll.
Pfalzgraf Otto von Burgund, der vierte Sohn Friedrich Barbarossas und seiner zweiten Ehefrau Beatrix von Burgund, stirbt in Besançon (an einer Schleife des Flusses Doubs im Osten Frankreichs gelegen).
Heinrich VI. nimmt auf Intervention des Abtes das Kloster Eußerthal (in der Nähe von Annweiler am Trifels) mit allen Personen und allen (gegenwärtigen und zukünftigen) Besitzungen in seinen Schutz auf und erlaubt allen seinen Gefolgsleuten, dem Kloster Güter zu übertragen.
Friedrich Barbarossa hält einen von zahlreichen Fürsten besuchten Hoftag in Regensburg ab (11.–13. Januar): Der Kaiser zeichnet Herzog Vladislav von Böhmen wegen seiner Verdienste auf dem Polenfeldzug und seiner Zusage der Unterstützung im Kampf gegen Mailand mit einem königlichen Diadem aus und erhebt ihn zum König (von Böhmen).
Kaiser Heinrich VI. ersucht den Papst (Coelestin III.), seinen Legaten, den Propst Konrad von Mainz, mit Wohlwollen aufzunehmen und dem, was er in seinem Auftrage vorschlage, Glauben zu schenken.
Kaiser Friedrich Barbarossa verleiht dem Ort Aachen zwei Jahrmärkte – am Beginn der Fastenzeit und am Michaelistag (29. September) – mit voller Zollfreiheit und Sicherheit für die Kaufleute und regelt die dortige Münzprägung.
Anlässlich der feierlich vollzogenen Heiligsprechung Karls des Großen nimmt Friedrich Barbarossa die Stadt Aachen in seinen Schutz auf.
König Konrad III. hält einen von Fürsten aus dem ganzen Reich besuchten Hoftag in Konstanz ab (7./8. Januar), auf dem auch Welf VI. anwesend ist und in dessen Verlauf Herzog Konrad von Zähringen stirbt.
Kaiser Heinrich VI. hält einen Hoftag in Regensburg ab, auf dem Herzog Leopold V. von Österreich mit dem von ihm gefangen genommenen Richard Löwenherz, König von England, erscheint.
Papst Innozenz III. informiert den Erzbischof von Köln und die ihm unterstehenden Bischöfe, dass grundsätzlich ihm (dem Papst) die Entscheidung obliege, wer das römische Reich regieren soll – denn der Papst spendet ja dem Gewählten die kaiserliche Weihe.
Friedrich Barbarossa bezeugt in Speyer die Beilegung des Streites zwischen Erzbischof Adalbero von Trier und Heinrich IV., Graf von Luxemburg und Namur.
Erzbischof Christian von Mainz – Reichserzkanzler und Reichslegat für Italien – bestätigt den Konsuln der Stadt Fermo (heute: Region Marken, Mittelitalien) alle Rechte und Besitzungen, die sie im Jahr vor der Zerstörung ihrer Stadt besessen haben, und gewährt ihnen für die kommenden fünf Jahre steuerliche Freiheit.
Kaiser Friedrich II. bestätigt der Palastkapelle zu Palermo alle ihre Privilegien.
Friedrich Barbarossa erwirbt das schwäbische Erbe von der Gattin Heinrichs des Löwen, und zwar die Burg Badenweiler (ca. 30 km südlich von Freiburg im Breisgau) zusammen mit 100 Ministerialen und 500 Hufen Land, wofür er dem Herzog die im Harz gelegenen Reichsgüter Herzberg, Scharzfeld und Pöhlde überlässt.
Papst Alexander IV. erlässt ein Rundschreiben an die Christenheit, worin er den Tod seines Vorgängers (Innozenz IV.) und seine Erwählung verkündet.
Kaiser Friedrich Barbarossa belagert Cremona (Lombardei) und verleiht seinem verdienten Architekten und Ingenieur Tinto Mussa di Gatta die Grafschaftsrechte (in der sog. „Insula Fulcherii“).
Kaiser Friedrich Barbarossa erhebt (in Gegenwart zahlreicher Bischöfe und Fürsten und unter dem Jubel von Klerus und Volk) auf dem Aachener Hoftag die Gebeine Karls des Großen aus dem wiederentdeckten Sarkophag und birgt sie in einem edelsteinbesetzten Schrein. In der Folge ordnet der (für den Aachener Bereich zuständige) Kölner Metropolit Rainald von Dassel die Verehrung Karls des Großen als Heiligen an.
Friedrich Barbarossa nimmt das Stift Floreffe (heute: Provinz Namur im wallonischen Teil Belgiens) in seinen Schutz auf und bestätigt ihm den Besitzstand, das Recht der freien Abtswahl und darüber hinaus die Kirche von Leffe (heute: Region Lombardei, Provinz Bergamo) mit allem Zubehör.
Nach einer bewegenden Predigt Bernhards von Clairvaux im Dom zu Speyer gelobt Konrad III., an einem Kreuzzug teilzunehmen, und empfängt somit das Kreuz und die Fahne.
Herzog Leopold V. von Österreich informiert Kaiser Heinrich VI. über die Gefangennahme von Richard Löwenherz (König von England).
Friedrich II. wird in Jesi (in der Nähe der Hafenstadt Ancona) geboren. Zuerst hatte ihm seine Mutter Konstanze den Namen Konstantin gegeben; später entschied man sich jedoch, die Tradition fortzusetzen, und nannte ihn bei seiner Taufe im Dom zu Assisi Friedrich Roger (nach seinen beiden berühmten Großvätern).
Die Regentschaft Innozenz’ III. über das Königreich Sizilien endet mit dem 14. Lebensjahr Friedrichs. Dieses Alter machte den jungen Staufer nach sizilischem Recht mündig und befähigte ihn somit selbst die Regentschaft zu übernehmen.
Konrad III. hält in Magdeburg einen Hoftag ab und begeht gemeinsam mit der Königin Gertrud das Weihnachtsfest. Aufgrund der Anwesenheit des exkommunizierten Pfalzgrafen bei Rhein (Hermann von Stahleck) weigern sich die Magdeburger Kleriker, am Empfang des Königs teilzunehmen.
Friedrich Barbarossa feiert – im Krönungsornat – in Trier das Weihnachtsfest. Bei der feierlichen Prozession trägt Graf Dietrich von Flandern das Reichsschwert vor ihm her.
Friedrich Barbarossa hält in Worms einen Hoftag ab: Erzbischof Arnold von Mainz und Pfalzgraf Hermann bei Rhein werden des Landfriedensbruches angeklagt und zur entehrenden Strafe des Hundetragens verurteilt.
Einen Tag vor seinem zweiten Geburtstag wird Friedrich in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König gewählt (sog. „Erbreichsplan Heinrichs VI.“).
Konrad III. hält in Speyer einen Hoftag ab (bis zum 4. Januar 1147), auf dem auch Johannes Dukas, ein Gesandter des byzantinischen Kaisers, anwesend ist. Zur Feier des Weihnachtsfestes findet eine Festkrönung des Königs statt.
Papst Innozenz III. bestätigt dem Volk von Köln seine Freiheiten und der Domkirche von Köln ihre Rechte. Desweiteren erklärt er die Absetzung des Erzbischofs Adolf (von Altena) und die Wahl des Bruno (von Sayn) für rechtmäßig.
Friedrich Barbarossa zerstört gemeinsam mit Bürgern aus Pavia und Novara drei mailändische Burgen.
König Konrad III. besiegt in der Schlacht bei Weinsberg mit seiner Streitmacht (unter persönlichem Kampfeinsatz) das zahlenmäßig überlegene Heer Welfs VI. (Konflikt zwischen Welfen und Staufern). Viele Gefolgsleute des Welfen sterben im Kampf und auf der Flucht im Neckar, andere werden gefangen genommen, Welf VI. aber entkommt glücklich. Konrad nimmt daraufhin die Burg Weinsberg (in der Nähe von Heilbronn) in Besitz.
Otto IV. trifft in der Stadt Köln ein und wird sich hier 3 Tage lang aufhalten.
Während der Belagerung von Alessandria (heute: Region Piemont) nimmt Friedrich Barbarossa das Zisterzienserkloster Morimondo (heute: Region Lombardei, Provinz Mailand, in der Nähe des Flusses Ticino) in seinen Schutz auf.
Der Staufer Konrad – der spätere König Konrad III. (Königserhebung 1138) – wird von seinem Bruder, Herzog Friedrich II. von Schwaben, und einer Anzahl fränkischer und schwäbischer Großer in Rothenburg zum (Gegen-)König (gegen König Lothar III.) ausgerufen.
König Heinrich (VII.) geht mit Mailand und dem Lombardischen Städtebund ein Bündnis ein.
Landgraf Ludwig II. von Thüringen schreibt einen Brief an Friedrich Barbarossa und bittet ihn, sich bei König Konrad III. für die Erhebung seines Verwandten Gebhard auf den Würzburger Bischofsstuhl einzusetzen.
Friedrich Barbarossa lässt zwei Brücken über den Ticino (dt. Tessin, Nebenfluss des Po), welche die Mailänder errichtet hatten, auf Bitten der Städte Pavia und Novara niederbrennen.
Papst Innozenz III. verkündet den Kreuzzug zur „Befreiung des Heiligen Landes“.
Der schwer erkrankte Kaiser Friedrich II. stirbt im Alter von 55 Jahren in Castel Fiorentino (Burg im Norden Apuliens). Friedrichs Sarkophag steht im Dom von Palermo.
Alexander IV. wird in Neapel von den Kardinälen zum Nachfolger von Papst Innozenz IV. bestimmt.
Konrad III. führt eine bewegte nächtliche Unterredung mit Wibald von Stablo, um dessen Widerstand gegen die Übernahme der ihm angetragenen Würde zu überwinden, und wird ihn am folgenden Tag (12.12.) als Abt des Klosters Corvey einsetzen.
Friedrich Barbarossa lässt den in Mailänder Hand befindlichen Ort Rosate räumen, plündern und schließlich in Brand stecken.
Friedrich II. wird im Mainzer Dom durch den Erzbischof Siegfried II. von Eppstein (mit nachgebildeten Insignien) zum König gekrönt.
Heinrich VI. verordnet den Frieden in dem Streit zwischen Brescia einerseits und Cremona und Bergamo andererseits (alle drei Städte in der Lombardei gelegen).
Friedrich Barbarossa wird von den beiden Mailänder Konsuln, denen er befohlen hat, sein Heer zu führen, drei Tage lang durch öde und verlassene Gebiete nach Landriano (Stadt zwischen Mailand und Pavia) geleitet, so dass bald ein Mangel an Lebensmitteln und Futter für die Pferde herrscht.
Heinrich VI. hält in Worms einen Hoftag ab, auf dem sich zahlreiche geistliche und weltliche Herren dem Kreuzzug des Kaisers anschließen.
Friedrich II. wird in Frankfurt am Main erneut zum römisch-deutschen König gewählt (1. Wahl 1196, 2. Wahl 1211).
Kaiser Lothar III. stirbt auf dem Rückweg ins Reich in Breitenwang (Tirol). Zuvor hatte er die Herrschaftsinsignien an seinen Schwiegersohn, Herzog Heinrich den Stolzen, übergeben.
Friedrich Barbarossa nimmt das Kloster Camaldoli (heute: an der Grenze zwischen Toskana und Emilia-Romagna gelegen) in seinen Schutz auf und bestätigt ihm unter anderem das Recht, Abgaben selbst einzusammeln und Wasserleitungen für Mühlen zu bauen.
König Konrad III. hält in Worms einen Hoftag ab.
Kaiserin Elisabeth (Isabella) von England, Tochter des englischen Königs Johann Ohneland und 3. Gemahlin von Kaiser Friedrich II., stirbt in der Stadt Foggia (heute: Region Apulien). Sie wird im Dom zu Andria neben der zweiten Gattin des Kaisers begraben.
König Friedrich Barbarossa hält in Roncaglia (heute: Provinz Piacenza) einen Hoftag ab, den zahlreiche Fürsten sowie die Konsuln und Großen fast aller Städte besuchen: Die Konsuln der Städte Como, Lodi und Pavia (alle in der italienischen Region Lombardei gelegen) erheben Klage gegen die Mailänder. Friedrich befiehlt beiden Seiten, den Frieden zu wahren, und ordnet die gegenseitige Auslieferung der Gefangenen an.
König Heinrich (VII.) heiratet in Nürnberg die sieben Jahre ältere Margaretha, die Tochter des Herzogs Leopold VI. von Österreich.
Kaiserin Konstanze, die Ehefrau des 1197 verstorbenen Kaisers Heinrich VI., stirbt in Palermo (Sizilien). In ihrem wenige Tage zuvor aufgesetzten Testament hatte sie dem Papst Innozenz III. die Vormundschaft für den erst 4-jährigen und daher unmündigen Friedrich übertragen.
Kaiser Friedrich II. gelingt bei der Stadt Cortenuova (heute: Region Lombardei, Provinz Bergamo) der entscheidende Schlachtensieg (sog. Schlacht von Cortenuova) gegen das Lombardische Städtebündnis.
Kaiser Friedrich Barbarossa entsendet in alle lombardischen Städte Boten, die Treueide, Geiseln und die Verpflichtung zur Friedenswahrung einfordern sollen.
Kaiserin Konstanze, die Ehefrau des 1197 verstorbenen Kaisers Heinrich VI., lässt ihr Testament aufsetzen, in dem sie Papst Innozenz III. zum Vormund ihres Sohnes (= Friedrich II.) bestimmt.
Kaiser Friedrich Barbarossa kommt mit seinem gesamten Heer und seiner Gemahlin Beatrix nach Pavia (Lombardei). Auf Drängen der Einwohner ordnet er die Zerstörung der Stadtmauer von Tortona (heute: Region Piemont, Provinz Alessandria) an.
König Friedrich Barbarossa gelangt durch das Bistum Cremona (Lombardei) in das Gebiet der Stadt Crema (am Fluss Adda), wo er einige Tage verweilen wird.
Friedrich II. zieht zusammen mit seiner Gemahlin Konstanze vom Monte Mario nach Rom hinab. Dort wird er von Papst Honorius III. zum Kaiser gekrönt. Noch am Krönungstag bestätigt Friedrich die staatsrechtliche Trennung Siziliens vom Imperium, während die römische Kurie ihrerseits die Personalunion zwischen den beiden Reichen anerkennt.
Kaiser Friedrich II. gelobt, dass er die Tochter des Alberich von Romano ehrenvoll aufgenommen, ihr Verwandte zur Gesellschaft gegeben und einen Eunuchen zu ihrer Bewachung bestellt habe.
Kaiser Heinrich VI. zieht triumphierend in Palermo (Sizilien) ein.
Der gewählte, aber noch nicht gekrönte König Friedrich II. trifft in der französischen Stadt Vaucouleurs (an der Reichsgrenze in der Nähe der Stadt Toul) mit dem französischen Thronfolger Ludwig VIII. zusammen. Dabei wird das alte staufisch-kapetingische Bündnis erneuert.
Papst Innozenz III. verhängt den Kirchenbann über Kaiser Otto IV. Genau 57 Jahre später (im Jahre 1267) wird auch Konradin (von Papst Clemens IV.) exkommuniziert.
Kaiser Friedrich II. schreibt dem Papst Honorius III. und ersucht ihn nochmals, das zuvor abgelehnte Schiedsrichteramt zwischen ihm und dem Lombardischen Städtebund zu übernehmen.
Kaiser Friedrich Barbarossa verlässt mit seiner Gemahlin Beatrix und dem gesamten Heer die Stadt Lodi (in der italienischen Region Lombardei gelegen) und zieht nach Pavia, wo er einige Tage verweilen wird.
Kaiserin Beatrix von Burgund, die 2. Ehefrau von Kaiser Friedrich Barbarossa, stirbt in dem französischen Städtchen Jouhe (in der Nähe der Stadt Dole).
Kaiser Friedrich II. bekundet den Lehrern und Schülern zu Neapel, dass er fortwährend auf die Blüte ihrer Schule bedacht sei.
König Heinrich (VII.) nimmt das Kloster Ursberg (heute: Landkreis Günzburg, Bayern) in seinen Schutz und bestätigt ihm Besitzungen und Privilegien seiner Vorfahren.
Ein Bote Kaiser Friedrichs I. weilt gemeinsam mit anderen Gesandten – im Zuge von Verhandlungen – am englischen Königshof zu Westminster.
Der Welfe Otto IV. von Braunschweig wird in Frankfurt erneut und nun einstimmig von den Reichsfürsten zum König gewählt, nachdem er im Einvernehmen mit der staufischen Partei eine Tochter Philipps von Schwaben geheiratet und damit die beiden Familien verbunden hat.
Papst Gregor IX. teilt den Rektoren des Lombardischen Städtebundes mit, wie ihm Friedrich seine Unterwerfung angeboten habe; er übersendet ihnen ein von demselben vorgelegtes Schriftstück und verlangt ihren Rat.
Kaiser Friedrich II. heiratet in der apulischen Hafenstadt Brindisi Isabella II. von Brienne, die Königin von Jerusalem, und erklärt sich selbst zum König von Jerusalem.
Konrad zeichnet sich in den Kämpfen zwischen dem Heer Kaiser Lothars III. und den Einwohnern von Pavia besonders aus.
Erzbischof Engelbert von Köln wird von seinem Neffen Friedrich, dem Grafen von Isenberg, ermordet.
Konradin besiegelt eine Urkunde, die die gütliche Auseinandersetzung zwischen ihm und seiner Mutter Elisabeth regeln soll.
Das Kreuzfahrerheer nimmt nach erbitterten Kämpfen die ägyptische Hafenstadt Damiette ein.
Kaiser Friedrich II. weist den sizilischen Hafenmeister diesseits des Flusses Salso an, gewisse Kaufleute, in deren Schuld er steht, mit Geld oder Getreide der Kurie zu befriedigen.
Nach Ablauf eines Waffenstillstands bricht das Kreuzfahrerheer auf. Unter den Teilnehmern befinden sich auch: die Könige von Jerusalem, Ungarn und Zypern, die Herzöge von Österreich und Meran (heute: Südtirol) und die Bischöfe von Bamberg, Zeitz, Münster und Utrecht.
Manfred gelingt es, sich allmählich – gestützt auf die Anhänglichkeit der Sarazenen und in Besitz von Lucera (Stadt in Apulien) und der dortigen Geld- und Kriegsvorräte – Siziliens zu bemächtigen.
Friedrich Barbarossa wird in Köln von Erzbischof Arnold und den Bürgern der Stadt ehrenvoll aufgenommen und lässt den Ritter Bernhard, der des Mordes angeklagt und überführt worden ist, enthaupten.
Friedrich Barbarossa bestätigt dem Kloster San Simpliciano zu Mailand, dass die Klosterleute von Treviglio (heute: Region Lombardei, Provinz Bergamo) von fast allen Abgaben befreit werden.
Berthold, ein Bote König Friedrich Barbarossas, erhält 85 Mark Silber von Bischof Johann von Padua dafür, dass er sich beim König für den Bischof einsetzt und Privilegien erwirkt.
An Karl I. von Anjou ausgeliefert, wird Konradin auf dem Marktplatz von Neapel in aller Öffentlichkeit hingerichtet.
Kaiser Friedrich Barbarossa bittet König Heinrich II. von England in einem Brief, möglichst viele Vertreter der englischen Kirche zu der nach Pavia einberufenen Versammlung zu entsenden und sich vorläufig im päpstlichen Schisma neutral zu verhalten.
Papst Gregor IX. teilt den Rektoren des Lombardischen Städtebundes den Inhalt einer Urkunde Friedrichs II. mit, worin der Kaiser ihn als Schiedsrichter zwischen sich und jenen anerkennt.
König Friedrich Barbarossa bestätigt dem Domkapitel von Verona (heute: Region Venetien, Norditalien) den Besitzstand und gewährt städtische Zollfreiheit und Immunität.
König Heinrich VI. gewährt den Bürgern von Siena (heute: Region Toskana) – in Anbetracht ihrer Verdienste – die freie Wahl der Konsuln und die volle Gerichtsbarkeit in der Stadt.
Friedrich II. bewilligt auf Bitten des Bischofs Ursus von Girgenti (heute: Agrigent, an der Südküste Siziliens), dass der Kirche desselben jährlich aus Hafeneinkünften der Zehnte gezahlt werde.
Kaiser Friedrich Barbarossa lädt die beiden aus der Wahl vom September hervorgegangenen Päpste – Alexander III. und Viktor IV. – zur Klärung der Rechtmäßigkeit ihrer Wahl nach Pavia.
König Friedrich Barbarossa bezieht nach dem Alpenübergang mit seinem Heer ein Lager und berät mit den Fürsten über den Weitermarsch.
Die kaiserlichen Gesandten werden von Alexander III. voll Freude empfangen und bieten dem Papst im Namen des Kaisers den Frieden an.
Kaiser Friedrich Barbarossa verleiht den Bürgern von Worms einen Stadtfrieden.
Kaiser Friedrich Barbarossa zieht mit einem Heer zur Zerstörung der Schiffsbrücke von Piacenza. Die Einwohner der norditalienischen Stadt kommen jedoch dem Angriff durch rechtzeitigen Abbruch der Brücke zuvor.
König Konrad wird auf der Synode von Reims (nordöstlich von Paris) in Gegenwart von Papst Innozenz II. feierlich für exkommuniziert erklärt.
Heinrich (VII.) bestätigt dem Orden der Johanniter alle Besitzungen, die die Ordensgemeinschaft im Reich durch Schenkung, Kauf oder Tausch erworben habe.
Kaiser Friedrich Barbarossa trifft mit seinem Heer letzte Vorbereitungen für den Zug in die Lombardei.
Konrad von Hochstaden, erwählter Erzbischof von Köln (Bischofsweihe im Oktober 1239), bekundet, dass zwischen ihm und dem Herzog von Bayern ein Waffenstillstand geschlossen worden sei.
Die Gesandten des Kaisers – die Erzbischöfe Philipp von Köln und Christian von Mainz, Bischof Rudolf von Lüttich sowie Herzog Heinrich der Löwe – verhandeln mit König Heinrich II. von England und überbringen ihm Geschenke.
Friedrich Barbarossa hält einen Hoftag in Würzburg ab und beschließt den Antritt eines Italienzuges, der dem Erwerb der Kaiserkrone dienen soll.
Kaiser Friedrich Barbarossa überträgt Christian von Buch, Erzbischof von Mainz, die Generalvollmacht als Reichslegat für Italien.
Die erste Bestürmung der Stadt Viterbo (ca. 80 km nördlich von Rom) durch Kaiser Friedrich II. bleibt vergeblich.
Papst Gregor IX. teilt dem Lombardischen Städtebund mit, dass er mit Kaiser Friedrich II. einen Frieden geschlossen habe.
Beatrix von Burgund, die Gemahlin Friedrich Barbarossas, wird vom Erzbischof von Trier zur Königin gekrönt.
Agnes, die Tochter von Friedrich Barbarossa und Beatrix von Burgund, stirbt. Sie liegt im Dom zu Speyer begraben.
Kaiser Friedrich Barbarossa hält in der Stadt Toul (heute: Region Lothringen, im Nordosten Frankreichs) einen Hoftag ab.
Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Bayern, gibt seinen Willebrief zu dem Privileg, wodurch Friedrich II. Papst Innozenz III. zur Wiederherstellung der Einigkeit zwischen Kirche und Reich gewisse – streitig gewesene – Besitzungen restituiert.
Kaiser Friedrich II. verspricht seinem Verwandten Friedrich, Herzog von Lothringen, der zu ihm übergetreten ist, 3000 Mark Silber, um damit den Kriegsaufwand zu decken.
Otto IV. wird in Rom von Papst Innozenz III. zum Kaiser gekrönt.
Kaiser Friedrich II. verleiht dem Ritter Heinrich Waldstromer das oberste Forstmeisteramt des Waldes bei Nürnberg.
Der Erzkanzler Rainald von Dassel, bislang (nur) gewählter Erzbischof von Köln, wird in Köln in Anwesenheit des Kaisers Friedrich Barbarossa zum Bischof geweiht.
Papst Gregor IX. erklärt Kaiser Friedrich II. für exkommuniziert, weil dieser seinen geplanten Kreuzzug abermals verschoben habe.
Heinrich (VII.) beurkundet Johann von Scharfeneck und dessen Erben das Recht, Landgüter in der Gegend der Berge Rossbach und Urlesberg zu errichten, und verleiht das Jagdrecht in diesen Bergen.
Konrad III. unterwirft sich – nach erfolglosem Kampf – im thüringischen Mühlhausen Kaiser Lothar III. Der Staufer muss dem Kaiser Unterstützung bei einer Italienfahrt versprechen und wird schließlich wieder in die kaiserliche Gunst aufgenommen.
Papst Gregor IX. bannt Kaiser Friedrich II. wegen Nichteinhaltens des Kreuzzugsversprechens. Friedrich war nach Jerusalem aufgebrochen, erkrankte dann allerdings schwer und bat um Aufschub.
Kaiser Heinrich VI. stirbt – wahrscheinlich an Malaria – im Alter von 32 Jahren in der sizilianischen Stadt Messina. Er wird später im Dom von Palermo beigesetzt.
Kaiser Heinrich VI. verleiht zusammen mit seiner Gemahlin der Stadt Lucca (heute: Region Toskana) und der Region Tuszien ein Zollrecht für die Ein- und Ausfuhr in allen Häfen des Königreichs Sizilien.
Kaiser Friedrich Barbarossa erobert und verwüstet Abbiategrasso (heute: Region Lombardei, Provinz Mailand) und macht große Beute.
Kaiser Friedrich II. lobt die Stadt Como (heute: Region Lombardei, Hauptort der Provinz Como) wegen ihrer Treue und bestätigt ihr alle verliehenen Privilegien und Freiheiten. Er ermahnt die Bürger, ihm weiterhin treu zu bleiben, und berichtet von weiteren Feldzugsplänen.
Agnes von Waiblingen, die Tochter des Kaisers Heinrich IV. (1050-1106, Kaiser 1084-1105) und die Mutter Konrads III., stirbt. Sie wird in Klosterneuburg (nördlich von Wien) beigesetzt.
Friedrich Barbarossa bestätigt dem von Welf IV. gegründeten Kloster Weingarten (Hauskloster der Welfen; heute: Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) Rechte – darunter die Freiheit vom Reichsdienst – und nimmt es in seinen Schutz auf.
Heinrich (VII.) beurkundet, dass er Mechthild mit ihren Kindern dem Erzstift Magdeburg überlassen und dagegen Lucia von Mühlhausen mit ihrem Kind für sich und das Reich erhalten habe.
Kaiser Friedrich Barbarossa entlässt aufgrund der unzureichenden Versorgungslage sein Heer und kehrt enttäuscht ins Reich zurück.
Papst Hadrian IV. beklagt sich bei Friedrich I. darüber, dass dieser noch nichts für die Befreiung des dänischen Erzbischofs Eskil von Lund getan habe. Der Erzbischof war auf der Heimreise von Rom von „einigen gottlosen Verbrechern“ überfallen und gefangengesetzt worden.
Kaiser Friedrich II. ergreift in Capua die Offensive gegen das päpstliche Heer, das sich daraufhin nach Kampanien zurückzieht.
Friedrich Barbarossa lässt in öffentlicher Versammlung einen Frieden vom nächsten Pfingstfest an auf ein Jahr beschwören.
König Konrad III. hält in Würzburg einen Hoftag ab, auf dem zahlreiche Große erscheinen. Der Staufer wird von den päpstlichen Gesandten erneut aufgefordert, zur Kaiserkrönung nach Rom zu kommen. Im Anschluss werden die geplante Romfahrt und der Feldzug nach Apulien und Sizilien von den anwesenden Fürsten feierlich beschworen.
Kaiser Friedrich Barbarossa kehrt über die Brennerstraße nach Deutschland zurück.
Ludwig, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein, wird in Kelheim (zwischen Regensburg und Ingolstadt) von einem unbekannten Mörder – im Auftrag Friedrichs II. (?) – getötet.
Friedrich II. nimmt die "villa" Annweiler (heute: Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz) und deren Einwohner in seinen besonderen Schutz auf, da er sie aufgrund seiner Vorliebe für die Burg Trifels begünstigen will. Er gibt den Einwohnern ewige Freiheit und bürgerliches Recht nach Speyerer Vorbild und verfügt, dass die Bürger keinem Vogt unterworfen sein sollen. Ferner gestattet er den Bürgern, eine eigene Münze zu prägen; Einkünfte sollen der Burg Trifels dienen.
Kaiser Friedrich Barbarossa kehrt über die Brennerstraße nach Deutschland zurück.
Papst Innozenz III. teilt König Friedrich von Sizilien mit, dass er sich über dessen baldige Volljährigkeit freue, und ermahnt ihn, sich bei der Führung des Reichs auf den Papst zu stützen.
Friedrich II. nimmt die Stadt Straßburg in seinen besonderen Schutz auf und gestattet den Bürgern abgabenfreie Besitzungen im Elsass.
Kaiser Friedrich Barbarossa kehrt über die Brennerstraße nach Deutschland zurück.
Kaiser Friedrich Barbarossa kehrt über die Brennerstraße nach Deutschland zurück.
Kaiser Friedrich Barbarossa begibt sich während eines Hoftags in Regensburg mit den Großen des Reichs in das nahe der Stadt aufgeschlagene Zeltlager seines Onkels Heinrich Jasomirgott, wo der Streit um das Herzogtum Bayern ein Ende findet: Heinrich Jasomirgott übergibt – symbolisch durch Fahnen – das Herzogtum Bayern dem Kaiser, der damit Heinrich den Löwen belehnt. Heinrich Jasomirgott erhält als Gegenleistung das Herzogtum Österreich.
Kaiser Friedrich II. landet, zum Kreuzzug aufgebrochen, in der Hafenstadt Akkon.
Friedrich II. nimmt das Hospital in der Burg Lautern, das von Prämonstratensern geführt wird, in seinen besonderen Schutz auf und bestätigt ihm alle Besitzungen.
Kaiser Friedrich Barbarossa zieht mit einem großen Heer nach Italien. Erzbischof Arnold von Trier folgt diesem Beispiel.
Die Bürger von Siena (heute: Region Toskana) besiegen, mit Unterstützung deutscher Ritter des Königs Manfred, in der Schlacht bei Montaperti (östlich von Siena) das päpstlich-florentinische Heer.
Friedrich II. verleiht dem Hospital der Deutschritter in Palermo ein Bauernhaus im Bezirk von Cefalù (Stadt an der Nordküste Siziliens).
Papst Gregor IX. lobt die Stadt Padua (heute: Region Venetien, Hauptstadt der Provinz Padua) wegen ihres Eifers bezüglich der Vertreibung von Ketzern aus ihrem Gebiet.
König Konrad IV. heiratet die wittelsbachische Prinzessin Elisabeth von Bayern, die Tochter des Herzogs Otto II. von Bayern, in Vohburg (heute: Oberbayern, donauabwärts von Ingolstadt).
Kaiser Friedrich II. überträgt den Johanniterordensbrüdern die Burg Ascalon.
Zum Dank für die Unterstützung gegen Kaiser Friedrich Barbarossa erlassen die Konsuln von Mailand den Bewohnern von Erba und Orsenigo alle Schulden.
Fiedrich II. beauftragt Podesta und die Gemeinde von Cremona, ohne Rücksicht auf Eide und mögliche Folgen gegen die Lombardei vorzugehen.
Papst Honorius III. bedankt sich bei König Friedrich II., dass er seinen Wunsch erfüllt und Königin Konstanze bei der Krönung anwesend sein kann.
Papst Gregor IX. begrüßt Kaiser Friedrich II. nach seiner Aussöhnung mit der Kirche als einen wiedergeborenen Menschen.
Maria (Irene) von Konstantinopel, die Gemahlin König Philipps, stirbt. Sie vererbt der Domkirche zu Speyer Kirchengewänder und Kostbarkeiten, darunter einen goldenen Zirkel und eine goldene Krone.
Heinrich (VII.) nimmt in Goslar das Hospital in seinen Schutz.
Friedrich I. Barbarossa nimmt das Kloster Sant Benedetto di Polirone in seinen Schutz und bestätigt ihm wie seine Vorgänger alle Besitzungen.
Friedrich Barbarossa bestätigt den Pisanern das Recht, eine eigene, in ganz Italien gültige Münze zu prägen, deren Gewicht und Form sie selbst bestimmen sollen.
Konrad III. hält einen Hoftag in Corvey ab. Auf Bitten des Abtes Wibald von Stablo verzichtet er darauf, gegen Abt Heinrich von Corvey ein Gerichtsverfahren einzuleiten, nachdem gegen diesen geklagt wurde.
Konradin unterliegt östlich von Tagliacozzo Karl von Anjou und muss fliehen.
Friedrich Barbarossa überschreitet mit seinem Heer die Oder, nachdem Herzog Vladislav von Böhmen mit seinem Gefolge zuerst ans andere Ufer übergesetzt hat.
Friedrich II. bittet alle Äbte des Zisterzienserordens, ihn in ihre Bruderschaft aufzunehmen und für einen glücklichen Ausgang des Kreuzzuges zu beten. Er versichert dem Orden seinen Schutz.
Maria (Irene) von Konstantinopel, die Gemahlin König Philipps, erklärt, dass sie dem letzten Willen ihres Mannes nachkommt und dem Kloster Adelberg ihren Hof in Ober-Esslingen schenkt.
Der Reichslegat für Italien, Erzbischof Christian von Mainz, verliert die Unterstützung der Stadt Lucca, woraufhin er gegen die Pisaner verliert. Aus Rache sendet er später ein Heer, um Pisa zu verwüsten, doch auch diese Truppen werden geschlagen.
Friedrich II. teilt den Untertanen in den nördlichen Provinzen seines Reiches mit, dass seine Erfolge in Sizilien durch die Landung seiner künftigen Gemahlin in Palermo gekrönt sind. Er verkündet ihnen, nach der Hochzeit auf das Festland zurückzukommen.
Friedrich I. Barbarossa hält einen Hoftag in Kayna ab, wohin er Herzog Heinrich den Löwen zum drittenmal vorgeladen hat. Als der Herzog dort abermals nicht erscheint, werden ihm sein Herzogtum sowie seine Lehen aberkannt und von allen Fürsten wird ein Kriegszug gegen die Welfen beschlossen.
Erzbischof Christian von Mainz, Reichslegat für Italien, nimmt die Burg des Grafen Gerard von Pisa in Ventrignano ein, läßt sie niederbrennen und droht gegen die lagernden Florentiner Truppen in Castelfiorentino vorzugehen.
Herzog Konrad, der Bruder Herzog Friedrichs II. von Schwaben, trifft zum festgesetzen Termin in Würzburg ein, wo sich die Teilnehmer am Italienzug Kaiser Lothars III. treffen.
Konrad Herzog von Schwaben, Sohn Beatrix von Burgund und Friedrich Barbarossas stirbt.
Die Witwe Konradins, Sophia von Landsberg, stirbt.
Herzog Leopold IV. von Bayern wird bei der Belagerung der Burg Valley unerwartet von Welf VI. angegriffen und besiegt.
Papst Gregor IX. schreibt Kaiser Friedrich II., dass er ihm den Titel des Königs von Jerusalem aberkannt hat, weil ihm der Erzbischof von Reggio und der Deutschordensmeister dafür triftige Gründe genannt hätten. Nun gibt er ihm den Titel zurück und ermahnt ihn, die Feinde Jerusalems zu bekämpfen sowie die Ketzer zu vernichten und wünscht ihm Weisheit und Milde.
Kaiserin Beatrix, die Gemahlin Ottos IV., stirbt nur 21 Tage nach ihrer Eheschließung.
Manfred lässt sich in Palermo zum König von Sizilien krönen unter dem Vorwand, dass der legitime Erbe, Konradin, gestorben sei.
Friedrich I. Barbarossa zerstört in Kämpfen den Mailänder Carroccio und erbeutet die Fahne des hl. Ambrosius. In den folgenden Auseinandersetzungen können die Mailänder Teile des kaiserlichen Heeres in die Flucht schlagen, woraufhin Friedrich den Rückzug antritt.
Papst Innocenz III. willigt in die Ehe Friedrichs II. mit der Schwester des Königs von Aragonien ein.
Friedrich I. Barbarossa verfolgt die in die Flucht geschlagenen Mailänder bis zum Stadtgraben. Bei den Kämpfen wird das Pferd des Kaisers getötet und er selbst leicht verwundet. Insgesamt werden in den Auseinandersetzungen mehr als 600 Gefolgsleute getötet sowie 80 Ritter und 266 Fußsoldaten gefangengenommen, die später in Lodi eingekerkert werden.
Friedrich I. Barbarossa belagert Mailand, woraufhin es vor der Porta Romana zu erbitterten Kämpfen kommt. Friedrich verwüstet auch die Umgebung der Stadt, seine Truppen verheeren sogar weiter entfernte Gebiete im Seprio und in der Martesana.
Konrad IV. und Heinrich Raspe kämpfen um die Macht. Nachdem Heinrich Raspe siegreich aus der Schlacht hervorgeht, flüchtet Konrad IV. nach Frankfurt.
Nachdem Herzog Wladislaws II. von Polen durch seine Brüder vertrieben wurde und sich dieselben weigern, den jährlichen Tribut von 500 Mark zu zahlen, bricht Friedrich Barbarossa zum Feldzug auf.
Nach einem schweren Regen am 2. August bricht im Heer Kaiser Friedrich I. Barbarossas eine Seuche aus, von der auch der Kaiser selbst befallen wird und in dessen Folge viele Gefolgsleute sterben. Die Opferzahlen schwanken zwischen 7.000 und 25.000 Toten.
Friedrich I. Barbarossa zwingt die Römer durch Drohungen zur Unterwerfung. Sie gehen daraufhin mit dem Kaiser ein Bündnis ein, in dem sie sich zur Anerkennung des Papst Paschalis III. bereiterklären, 280 Geiseln stellen und 50 Senatoren auf kaiserlichen Befehl einsetzen. Alle Römer, bis auf einige stadtrömische Adlige, leisten dem Kaiser den Treueeid und verpflichten sich gegen die reichsfeindlichen Familien vorzugehen.
Beatrix von Burgund, Ehefrau Friedrich Barbarossas, wird in Rom zur Kaiserin gekrönt.
Kaiser Friedrich II. verordnet, dass Kinder von weltlichen und kirchlichen Würdenträgern, die auf der Schönburg gezeugt werden, zu gleichen Teilen dem Reich und der Kirche gehören sollen.
Friedrich Barbarossa wird in Arles zum König von Burgund gekrönt.
Nachdem Friedrich Barbarossa gegen Spoleto siegreich war, bleibt er noch zwei Tage in der Umgebung, um die Beute aufzuteilen.
Friedrich Barbarossa kämpft gegen Spoleto vor, da die Stadt ihm teilweise Abgaben unterschlagen hat, mit Falschgeld zahlte und außerdem seinen Legaten Graf Guido Guerra gefangen hält. Friedrich kann trotz großer Gegenwehr in die Stadt eindringen und sie zerstören. Weil die Stadtluft wegen der Leichenverbrennungen verpestet ist, verlässt er sie, bleibt jedoch noch zwei Tage in der Umgebung um die Beute aufzuteilen.
Friedrich Barbarossa geht gegen Spoleto vor, da die Stadt ihm teilweise Abgaben unterschlagen hat, mit Falschgeld zahlte und außerdem seinen Legaten Graf Guido Guerra gefangen hält. Friedrich kann trotz großer Gegenwehr in die Stadt eindringen und sie zerstören. Weil die Stadtluft wegen der Leichenverbrennungen verpestet ist, verlässt er sie, bleibt jedoch noch zwei Tage in der Umgebung, um die Beute aufzuteilen.
Im Thronstreit zwischen Friedrich II. und Otto IV fällt die Entscheidung: An diesem Tag besiegt der französische König Philipp II. August bei Bouvines das mächtige englisch-welfische Heer Ottos IV. Der Sieger schickt den in der Schlacht erbeuteten vergoldeten Adler der Kaiserstandarte an Friedrich II.
Friedrich I. Barbarossa stattet mit einem kleinen Gefolge um 9 Uhr Papst Alexander III. in Venedig einen Besuch ab. Der Papst und die Kardinale empfangen den Herrscher freundlich und nach herzlichen Gesprächen kehrt Friedrich in sein Quartier zurück. Der Papst wohnte im Palast des Patriarchen von Venedig beim Rialto, während der Kaiser im Dogenpalast abgestiegen war. In einer venezianischen Quelle werden häufige Treffen von Papst und Kaiser während des zweimonatigen Aufenthaltes geschildert, wobei Gespräche mit Hilfe von Dolmetschern geführt werden.
Kaiser Friedrich Barbarossa hält in Ulm einen Hoftag ab und ruft unter Zustimmung der Fürsten den Frieden aus.
Friedrich II. lässt sich in Aachen nochmals durch den Erzbischof von Mainz zum König krönen.
Das Heer der Christen belagert unter Führung Konrads III., König Ludwigs VII. von Frankreich und König Balduins III. von Jerusalem vergeblich Damaskus.
Konradin zieht in Rom ein, nachdem er sich mit dem Senator Heinrich von Kastilien geeinigt hat.
Kaiser Friedrich II. verspricht dem Papst erneut einen Kreuzzug, nachdem ihm die Gründe für seine Exkommunikation vorgelegt wurden. Zunächst soll der Kaiser verschiedene Bedingungen erfüllen, wie die eroberten kirchlichen Erbgüter zurückzugeben und Wahlfreiheit der Kleriker wieder herzustellen.
Päpstliche Kardinäle verhandeln mit Friedrich II. wegen seines erneuten Aufschubes des versprochenen Kreuzzuges.
Die Nachricht verbreitet sich im Reich, dass der Vater König Konrads III., Herzog Friedrich I. von Schwaben, vor wenigen Tagen verstorben ist.
Kaiser Friedrich II. befiehlt dem Richter der Terra Jordani, dass in einem Streitfall Saracena, die Witwe des Fabranus de Griffo, ihre entwendeten Lehen zurück erhalten müsse.
Zur Bekämpfung Karls von Anjou segelt eine riesige pisanische Flotte mit mehr als 5000 Mann über den Arno. Sie wartet in Fuce Romana bis Konradin von Rom aus aufbricht und segelte dann nach Sizilien. Nachdem sie aufgrund von vielen Zerstörungen Karl von Anjou schaden konnten, kehren sie auf die Nachricht von Konradins Niederlage am 29. September nach Pisa zurück.
Heinrich VI. schenkt dem Deutschordenshospital in Jerusalem das Kloster St. Trinità in Palermo, inklusive dem umliegenden Garten mit dem Fluß Gabrielo zur Bewässerung der Palmenpflanzung und mit allen weiteren Besitzungen. Er ermächtigt das Kloster, jedem Deutschen auf Wunsch die letzte Ölung und die Beerdigung zu gewähren.
Erzbischof Adalbert II. von Mainz und Bischof Burchhard von Straßburg haben sich mit einigen Sachsen gegen König Konrad III. verschworen.
Beatrix von Burgund bringt Friedrich Barbarossas Sohn Friedrich V. zur Welt.
In Worms feiert Friedrich II. Hochzeit mit Isabelle von England.
Friedrich I. Barbarossa nimmt die Kirchen St. Vittore und St. Giovanni in Bologna in seinen Schutz und bestätigt ihnen insbesondere, keine Abgaben leisten zu müssen, behält sich jedoch die kaiserlichen Rechte vor.
Manfreds älteste Tochter Konstanze wird in Montpellier mit Peter III. von Aragonien verheiratet.
In der Goldenen Bulle von Eger wiederholt Kaiser Friedrich II. mit fürstlicher Zustimmung die Zugeständnisse an die Kirche, die Otto IV. 1209 gemacht hatte.
Durch die Vermittlung der Königin Gertrud und das Bitten Bischof Burchards, dem Klerus und dem Volk von Straßburg nimmt Konrad III. das dortige Hospital unter seinen Schutz und bestätigt Besitze, Einkünfte und Immunität bezüglich der Wege-, Wasser- und Weiderechte.
Friedrich Barbarossa verleiht den Tuch-und Gewandschneidern in Würzburg die Rechte, am 29. September eine Versammlung abzuhalten, die Verwaltung ihres Handwerks selbst zu regeln und ein Wappen zu führen.
Herzog Konrad von Schwaben wird von Kaiser Lothar III. als Schlichter im Streit zwischen dem Papst und dem Abt sowie den Mönchen von Montecassino bezüglich ihres Treueeides eingesetzt. Nach einer kutzen Einleitung ermahnt er die Teilnehmer, die Diskussion sachlich zu führen.
Abt Hugo von Cluny schreibt an Bischof Gilbert von London und rechtfertigt sein Verhalten im Schisma, aufgrund der Lage seiner Abtei zwischen König- und Kaiserreich. Deutschland, Ungarn, Rossia, Lothringen, Teile Burgunds, der Großteil Italiens und Lyon sind Parteigänger des kaiserlichen Papstes, der Kaiser droht mit der Enteignung der cluniazensischen Güter im Reich, der Graf von Mâcon droht mit einem Feldzug und der Erzbischof von Lyon droht mit dem Kirchenbann.
Konradin übergibt den Hof in Hermoldstetin dem Kloster Steingaden.
Kaiser Friedrich II. sendet Enzio und Ezelin nach Reggio und Modena um die dortigen Geiseln und Gefangenen zu holen sowie gegen Bologna mobil zu machen. Auf dem Weg besiegen sie die Parmesaner und erfüllen dann ihre Aufträge.
Papst Gregor IX. exkommuniziert Heinrich (VII.) und erklärt alle dem König geleisteten Eide für ungültig. Außerdem fordert er alle deutschen Fürsten auf, Kaiser Friedrich II. zu unterstützen.
König Konrad III. hält sich gemeinsam mit seinem ritterlichen Gefolgen und Fürsten in Augsburg auf. Hier verhandelt er drei Tage mit Herzog Heinrich dem Stolzen von Bayern, der hier ebenfalls mit einem großen Gefolge lagert. Konrad III. fordert die Rückgabe von Rechten und Gütern, jedoch kommt keine Einigung zu stande. Aus Angst vor einem Anschlag flieht der König heimlich mit einigen Begleitern, lässt jedoch den Großteil seines Gefolges zurück.
Heinrich (VII.) bestätigt dem Dekan und Kapitel von Goslar die Grundzinsen und verfügt, dass Versäumnisse in der Zahlung vom Vogt bestraft werden sollen.
Heinrich (VII.) kommt in die Reichspfalz Wimpfen und unterwirft sich seinem Vater, Kaiser Friedrich II. Daraufhin wird er gefangen genommen und nach Worms gebracht.
Friedrich II. verspricht Papst Innocenz III. nach seiner Kaiserkrönung auf die Herrschaft in Sizilien zu verzichten und sie seinem Sohn Heinrich (VII.) zu überlassen. Zwei Wochen später stirbt jedoch Innocenz III. und Friedrich II. bricht sein Versprechen.
Heinrich (VII.) bestätigt den Juden in Regensburg ihre Rechte und Freiheiten, dass sie Gold und Silber in Regensburg kaufen und verkaufen dürfen, dass sie nur von ihrem gewählten Richter bestraft werden, dass für die Urteilsfindung ein jüdischer Zeuge anwesen sein muss und dass alles, was sie seit 10 Jahren besitzen, weiterhin ihnen gehören soll.
Konrad III. wird in Monza mit der italienischen Krone gekrönt.
Friedrich Barbarossa hält in Regensburg einen Hoftag ab und wird in Sant Emmeram in einem festlichen Akt gekrönt.
Friedrich I. Barbarossa bezieht sein Lager an der Lucanischen Brücke und begeht mit Papst Hadrian IV. den folgenden Tag festlich mit einer gemeinsamen Festkrönung. Bei der Messe erteilt der Papst allen Absolution, die im Kampf mit den Römern verletzt wurden oder umkamen.
Erzbischof Christian von Mainz, Reichslegat für Italien, löst die Pisaner in einer allgemeinen Versammlung aus der Reichsacht und gibt ihnen das Münzrecht und die Herrschaft über Sardinien zurück.
Friedrich II. verkündet den Erzbischöfen, Bischöfen, Prälaten, Markgrafen, Grafen, Baronen, Podestaten, Vögten, Richtern, Beamten und allen im Königreiche von Arles und Vienne die Verordnung gegen die Ketzer und bemerkt, dass die Predigermönche und andere Boten des Erzbischofs, die gegen Ketzerei vorgehen unter seinen besonderen Schutz stellt.
Papst Innocenz III. schreibt dem König Friedrich von Sizilien und kritisiert ihn, da er den Bischof von Catania und Reichskanzler abgesetzt hat. Außerdem zeigt er ihm die Folgen dieser Absetzung auf und verlangt den Kanzler wieder zurück zu holen.
Konrad hält einen Hoftag ab. – Erzbischof Konrad I. von Salzburg folgt der Einladung, verweigert Konrad jedoch den von Herzog Konrad von Zähringen geforderten Handgang (hominium). Um einen Streit zu vermeiden, verhindert Konrad weitere Wortgefechte und verlangt den Handgang von dem Erzbischof.– Herzog Heinrich (der Stolze) von Bayern liefert die in Nürnberg aufbewahrten Reichsinsignien aus, wird aber von Konrad nicht vorgelassen, der ihm einen Termin in Augsburg gibt, um über strittige Angelegenheiten zu verhandeln.
Friedrich Barbarossa nimmt in Palma bei Akkon an den Beratungen der Könige Konrad III., Ludwig VII. und Balduin III. von Jerusalem teil, bei welchen ein Angriff auf Damaskus beschlossen wird.
Papst Eugen III. fordert Konrad III. unter Hinweis auf biblische Vorbilder auf, die auf dem Kreuzzug erlittenen Rückschläge gottergeben zu ertragen.
Friedrich Barbarossa bestätigt dem Orden der Prämonstratenser die Freiheit von allen Zollabgaben im ganzen Reichsgebiet.
Konstanze von Aragon, erste Ehefrau Friedrichs II. und Tochter König Alfons II., stirbt.
Friedrich II. betont in einem Schreiben an die Leute von Montefiascone seine Freude darüber, dass dem Papst und der römischen Kirche nun wieder treu sind.
Aufgrund der Klagen on Bischofs Konrad, der Geistlichen und der Stadtbewohner über Gewalttaten der Vögte und das Fehlen eines festgelegten Rechtes bestätigt Friedrich Barbarossa der Stadt Augsburg die Rechte der Stadt bezüglich des Verfahrens gegen Friedensbrecher, der Einsetzung eines Burggrafen, Münzmeisters und Pfarrers aus dem Domkapitel durch den Bischof und des Münzwesens; die Rechte des Bischofs bezüglich der ihm zustehenden Abgaben aus dem Zoll, seinen Höfen und der Gerichtsbarkeit sowie anlässlich seiner Hof-, Heer-, Romfahrt oder der Reise zu seiner Weihe; die städtischen Vorrechte, vor allem bezüglich des Besitzrechtes, der alleinigen Zuständigkeit des Stadtrechtes für dessen Inhaber und der Rechte der Zinspflichtigen; die Rechte des Vogtes bezüglich der Gerichtsbarkeit und der ihm zustehenden Einkünfte; die Rechte des Vogtes, vor allem die täglich von ihm auszuübende Gerichtsbarkeit, die Kontrolle der Bäcker, Schenkwirte, Fleischer und Wursterzeuger und deren Verpflichtungen gegen den Burggrafen sowie dessen Pflichten gegenüber dem Bischof; die Zuständigkeit des Bischofs für die Absetzung des Vogtes oder Burggrafen, wenn sich diese gegenüber einer allgemeinen Klage nicht in Rechtsfrist rechtfertigen und; die Gültigkeit des Stadtrechts für einen außerhalb der Stadt begangenen Raub an einem Augsburger Bürger, wenn der Räuber in der Stadt ergriffen werden kann.
König Philipp von Schwaben wird in Bamberg von Pfalzgraf Otto VIII. von Wittelsbach ermordet.
Friedrich II. schreibt den Grafen, Freien und allen Dienstmännern in Schwaben über das Herannahen der Tartaren (Mongolen) und bekräftigt wie gerne er gegen diese sofort vorgehen würde, aber aufgrund der Auseinandersetzungen mit dem Papst dazu nicht in der Lage ist. Außerdem teilt er mit, dass er diese Nachrichten sofort an den Papst weitergeleitet hat und hofft, dass die Uneinigkeiten bald aus dem Weg geräumt sind und er dann den Feind bekämpfen kann. Angefügt sind folgende militärische Vorschriften: offene Feldschlachten zu vermeiden, festen Plätze mit Lebensmitteln zu versorgen und die allgemeine Bewaffnung zu beschleunigen.
Papst Honorius II. beauftragt die Bischöfe von Parma, Padua und Ferrara, Podesta und die Bürger von Bologna öffentlich als exkommuniziert zu erklären, weil sie Medicina, Argelata und andere zum mathildischen Gut gehörende Besitzungen, nicht zurückgeben wollen.
Kaiserkrönung: Friedrich Barbarossa geht durch das Goldene Tor in die päpstliche Stadt, zieht an den Stufen der Peterskirche die Krönungskleidung an und leistet in Sant Maria in Turri dem Papst den üblichen Krönungs- sowie den Sicherheitseid. Dann begibt er sich in die Peterskirche, wo er nach den Gebeten und der Salbung während der Messe von Hadrian IV. zum Kaiser gekrönt wird und die übrigen Insignien erhält. – Nach Beendigung der Feier kehrt Friedrich ins Lager auf die Neronischen Wiesen an der Stadtmauer zurück. Da die Krönung ohne die Zustimmung der stadtrömischen Bevölkerung geschah, kommt es zu Aufständen gegen das deutsche Heer. Als Barbarossa davon hört, eilt er wieder nach Rom hinein, und es kommt zu Kämpfen, in denen die kaiserlichen Truppen siegen. Dabei zeichnen sich besonders Heinrich der Löwe, Graf Mainfred von Martinego und lothringische Truppen aus. Die Gefangenen übergibt der Kaiser auf Eintreten des Papstes dem Stadtpräfekten Petrus. – Am nächsten Tag verlegt Friedrich wegen der schlechten Verpflegung und der ungesunden klimatischen Verhältnisse sein Heer weg von der Stadt.
Konrad IV. beginnt mit der Belagerung von Neapel, nachdem Capua bereits am Anfang des Jahres unterworfen wurde. Diese beiden Städte waren nach Friedrichs II. Tod auf die Seite des Papstes getreten und hatten Manfreds Angriffen widerstanden.
Friedrich Barbarossa heiratet in Würzburg in zweiter Ehe die minderjährige Beatrix von Burgund.
Konrad setzt sich in Briefen, die von Bamberger Geistlichen nach Rom gebracht werden, bei Papst Eugen III. und der Kurie für die Heiligsprechung Kaiser Heinrichs II. ein.
Friedrich empfängt eine stadtrömische Gesandtschaft, die ihm gegen eine Zahlung von 5000 Pfund und eine eidliche Bestätigung ihrer Rechte und Privilegien die Kaiserkrone anbietet. Im Einvernehmen mit dem Papst und den Kardinälen lehnt er aber ab, woraufhin die Gesandten zur Beratung mit ihren Mitbürgern nach Rom zurückkehren. Um möglichen Anschlägen zuvorzukommen, werden fast tausend Mann unter Führung des Kardinalpriesters Oktavian vorausgeschickt, die in der Nacht die Stadt Rom besetzen und die Peterskirche bewachen sollen.
