Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim
19. September 2010
bis 20. Februar 2011
Ausstellung der Länder
Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz
und Hessen
Die Ausstellung „Die Staufer und Italien“ der Reiss-Engelhorn-Museen, die im Februar zu Ende ging und mit fast 237.000 Besuchern sensationellen Zuspruch fand, war für Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar auch ein wirtschaftlicher Erfolg.
In einer hochkarätig besetzten Tagung zum Thema „Ausstellung und Tourismus“ zogen Experten nun eine wirtschaftliche Leistungsbilanz der großen Geschichtsschau. Als Vergleichsbeispiele wurden die ebenso überaus erfolgreichen Ausstellungen „AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne und „Bayern – Italien“ des Hauses der bayerischen Geschichte in Füssen/Augsburg vorgestellt.
Auf Grundlage einer repräsentativen Besucherbefragung konnten die Gelder ermittelt werden, die im Rahmen der Staufer-Ausstellung nach Mannheim und in die Region gespült wurden. Demnach gaben die Ausstellungsbesucher für Gastronomie, Verpflegung und Einkäufe in Mannheim zusammengenommen etwa 8 Millionen Euro aus. Für Übernachtungen wurden zusätzlich über 4 Millionen Euro verauslagt. Im Verhältnis zu den von der Curt-Engelhorn-Stiftung getragenen Ausstellungskosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro konnte folglich ein sehr positives wirtschaftliches Gesamtergebnis erzielt werden.
Die sogenannte Umwegrentabilität bemisst den im Zusammenhang mit kulturellen Großveranstaltungen eintretenden volkswirtschaftlichen Gewinn. Im ersten Schritt profitierten vor allem Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel und Taxiunternehmen und letztlich - durch die Auswirkungen auf Wachstum, Beschäftigung und Steuereinnahmen - das Gemeinwesen insgesamt.
Broschüre mit den Beiträgen zur Tagung „Ausstellung und Tourismus“ (swf)